Mit 46 noch mal ganz neu anfangen: Tanjas Weg aus der Medizin ins Remote Closing – ein ehrlicher Erfahrungsbericht

Inhaltsverzeichnis
- Der Moment, der alles verändert hat
- „Ich wusste nicht mal, was Closing ist“
- Kopfhörer statt Live-Calls: Wie Tanja gelernt hat
- Die Zahlen – und die ehrliche Einordnung dazu
- Was Tanja anders macht als die meisten
- Was du aus Tanjas Geschichte mitnehmen kannst
- Häufige Fragen
Tanja ist 46, kommt aus der Medizin und hatte mit Vertrieb nie etwas zu tun. Als sie mir in unserem Interview erzählt hat, was sie in ihrem ersten Jahr als Closerin erlebt hat, musste ich selbst kurz schlucken. Aber der Grund, warum ich dir ihre Geschichte erzähle, ist nicht das Geld. Es ist der Satz, mit dem alles angefangen hat.
Der Moment, der alles verändert hat
2024 war für Tanja das schwerste Jahr ihres Lebens. Ihre Mama ist gestorben – mit nur 68 Jahren. Die beiden haben zusammen auf einem Grundstück gewohnt, hatten gemeinsam sogar eine Boutique eröffnet. Und nach der Beerdigung ist Tanja erst mal wieder arbeiten gegangen, wie es eben so läuft. Bis sie eines Tages für sich erkannt hat: „Du kannst nicht morgens aufstehen, dich ins Auto setzen, anderthalb Stunden zur Arbeit fahren, zehn Stunden arbeiten, wieder nach Hause fahren – und dann kann dein Leben so schnell vorbei sein.“
Tanja war Diabetesberaterin, festangestellt, hat eine Abteilung geleitet. 60 Kilometer einfache Strecke durchs Ruhrgebiet, mit Stau oft anderthalb bis zwei Stunden pro Weg. Sie sagt heute: „Ich hatte alles in Deutschland. Ein schönes Haus, wirklich alles. Aber ich war nicht frei.“
Kennst du dieses Gefühl? Dass eigentlich nichts fehlt – außer du selbst?
„Ich wusste nicht mal, was Closing ist“
Was mich an Tanjas Geschichte so berührt: Sie hatte null Vorerfahrung. Kein Vertrieb, kein Verkauf, nichts. Sie sagt wörtlich: „Bis ich dein Reel auf Instagram gesehen habe, wusste ich gar nicht, was Closing ist.“
Aber sie hatte zwei Dinge, die wichtiger sind als jede Vorerfahrung. Erstens eine Haltung: „Wenn andere das können, kannst du das auch. Ich wusste nicht, wie es funktioniert – aber ich wusste, wo ich hinwollte.“ Und zweitens ein konkretes Ziel: Ihr Mann und sie flogen seit Jahren alle sechs Wochen nach Mallorca. Ihr Traum war, dort zu leben und ortsunabhängig zu arbeiten. „Ich brauche meinen Laptop, meine Stimme und gute Kooperationen.“
Ende Juni buchte sie ihr Erstgespräch bei uns, Anfang Juli startete sie in meiner Academy. Und übrigens: Die Entscheidung hat sie allein getroffen und ihrem Mann erst danach erzählt. Er fragte nur: „Wie kannst du so viel Geld ausgeben?“ Ihre Antwort: „Ich habe das spätestens in einem halben Jahr wieder draußen.“ Hand drauf.
Kopfhörer statt Live-Calls: Wie Tanja gelernt hat
Jetzt kommt der Teil, den ich dir nicht verschweigen will, weil er unbequem ist: Tanja hatte neben Vollzeitjob, Haus und Familie kaum Zeit. Sie hat es in drei oder vier Live-Calls geschafft – mehr war nicht drin. Stattdessen hat sie sich jede einzelne Aufzeichnung angehört. Auf dem Weg zur Arbeit, beim Kochen, überall. Sie sagt: „Meine ganze Familie hat mich nur noch mit Kopfhörern gesehen.“
Nach einem Monat war sie komplett durch die Academy durch – alle Level, Steckbrief, Bewerbungsvideo. Dann sah sie eine Stellenanzeige, die schon von Januar war. Statt zu denken „zu spät“, schrieb sie eine kurze Mail, ob die Stelle noch frei sei. War sie – das Team wurde gerade vergrößert. Zwei Tage später hatte sie ihr Gespräch, kurz darauf ihr Onboarding, und rund fünf Wochen nach ihrem Start stand ihre erste Kooperation. Im August closte sie ihren ersten Workshop und bekam direkt einen Bonus für das beste Ergebnis im Team.
Falls du dich jetzt fragst, ob das an einem Naturtalent liegt: Tanja hat sich zusätzlich die Aufzeichnungen guter Calls von erfahrenen Kolleginnen angehört, ihre Notizen handschriftlich strukturiert und jede freie Minute investiert. Das war kein Glück. Das war Umsetzung.
Die Zahlen – und die ehrliche Einordnung dazu
Jetzt zu dem Teil, wegen dem du diesen Artikel vielleicht angeklickt hast. Ja, Tanja hat in ihren ersten drei Monaten als Closerin rund 35.000 Euro verdient – so viel wie vorher in einem Dreivierteljahr in ihrem gut bezahlten Job. Heute hat sie drei feste Kooperationen, hat zum 31. Oktober ihre Anstellung gekündigt und lebt seit Dezember mit ihrem Mann auf Mallorca.
Und jetzt atme einmal durch, denn diese Zahl braucht Kontext.
Tanja ist ein absoluter Ausnahmefall – das sage ich dir genauso deutlich, wie ich es ihr im Interview gesagt habe: Ich selbst habe für solche Monate zwei Jahre gebraucht, und ich mache das hauptberuflich. Hinter Tanjas drei Monaten stecken unter anderem acht Tage Workshop-Einsatz von 9 bis 21 Uhr und sonst vier bis fünf Gespräche am Tag. Wörtlich habe ich ihr im Video gesagt: So etwas verdienst du nicht, wenn du ein, zwei Stunden am Tag arbeitest. Wer im Closing gut verdienen will, muss Stunden investieren – gerade am Anfang.
Der realistischere Einstieg sieht oft eher aus wie bei Melanie, einer anderen Kundin von mir: rund 2.930 Euro nach acht Wochen – neben dem Vollzeitjob. Auch das ist ein starkes Ergebnis. Und es gibt genauso Frauen, die am Anfang erst einmal gar nichts verdienen, weil sie länger für ihre erste Kooperation brauchen. Beides gehört zur Wahrheit dazu.
Was Tanja anders macht als die meisten
Wenn ich Tanjas Erfolg auf drei Dinge herunterbrechen müsste, wären es diese.
Erstens: Ehrlichkeit, auch wenn es unangenehm ist. In einem ihrer ersten Abschlüsse hat sie nach dem Gespräch vergessen aufzulegen und zu ihrem Mann gesagt, das sei „ein schwerer Brocken“ gewesen – die Kundin hat es gehört. Statt zu hoffen, dass es niemand merkt, ist Tanja sofort offen zu ihrem Coach gegangen. Die Reaktion der Kundin? „Du hast das mega gemacht, sonst hätte ich gar nicht zugesagt.“ Fehler offen ansprechen, bevor sie rauskommen – das macht dich in Kooperationen wertvoll.
Zweitens: Selbstbewusstsein im richtigen Moment. Ein Coach verschob zweimal ihren Termin und schrieb dann tatsächlich: „Wie willst du mit uns zusammenarbeiten, wenn du das nicht hinkriegst?“ Tanjas Antwort bestand aus fünf Worten: „Dann werde ich Prioritäten setzen.“ Sie bekam die Stelle. Keine Rechtfertigung, kein Kleinmachen – genau die Haltung, die Vertriebsleiter sehen wollen.
Drittens: Der Mensch steht im Mittelpunkt. Tanja sagt über ihre Kooperationen: „Ich würde immer darauf achten, dass ich etwas verkaufe, womit ich mich identifizieren kann.“ Die schönsten Momente sind für sie die Nachrichten von Kundinnen, deren Leben sich durch das Programm verändert hat: „An das Geld gewöhnst du dich irgendwann. An diese Nachrichten gewöhnst du dich nicht.“
Was du aus Tanjas Geschichte mitnehmen kannst
Vielleicht bist du gerade da, wo Tanja vor einem Jahr war: ein sicherer Job, ein volles Leben – und trotzdem dieses Gefühl, dass das nicht alles gewesen sein kann. Dann nimm ihren wichtigsten Satz mit: „Sei mutig, geh voran. Dein Leben ändert sich nicht, wenn du dich nicht bewegst. Wenn es nicht schön ist, wird es niemals anders.“
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Häufige Fragen
Kann ich Closerin werden, ohne Vertriebserfahrung zu haben?
Ja. Tanja kam aus der Medizin und wusste nicht einmal, was Closing ist. Wichtiger als Vorerfahrung sind Empathie, Lernbereitschaft und die Bereitschaft, wirklich Zeit zu investieren.
Ist Closing auch mit über 40 noch möglich?
Tanja war 46, als sie gestartet ist – und ihre Lebenserfahrung war im Gespräch mit Kundinnen ein Vorteil, kein Nachteil. Ein Mindestalter oder Höchstalter gibt es im Closing nicht.
Was verdient eine Closerin am Anfang wirklich?
Das ist sehr unterschiedlich. Tanjas rund 35.000 Euro in drei Monaten sind ein Ausnahmefall mit extrem hohem Einsatz. Realistischer ist ein Einstieg wie bei meiner Kundin Melanie mit rund 2.930 Euro nach acht Wochen neben dem Vollzeitjob – und manche Frauen verdienen in den ersten Wochen erst einmal nichts.
Kann ich Closing neben dem Vollzeitjob lernen?
Ja. Tanja hat die komplette Academy über Aufzeichnungen neben ihrem Vollzeitjob durchgearbeitet. Du brauchst dafür Disziplin und die Bereitschaft, freie Zeit konsequent zu nutzen.
Wie schnell finde ich als Closerin eine erste Kooperation?
Auch das variiert. Bei Tanja ging es mit rund fünf Wochen nach dem Start ungewöhnlich schnell. Plane realistischerweise mehr Zeit ein – und rechne damit, dass Bewerbungen und Absagen dazugehören.
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