Was ist Remote Closing? Die ehrliche A-bis-Z-Erklärung – ohne Hochglanz-Versprechen

Inhaltsverzeichnis
- Was Closing NICHT ist
- Was ist Remote Closing wirklich? Das Tim-und-Anna-Beispiel
- Welche Produkte du als Closerin verkaufst
- Was verdient eine Closerin? Die ehrliche Antwort
- Die vier häufigsten Bedenken – ehrlich beantwortet
- Ist Closing etwas für dich?
- Häufige Fragen
Ich bekomme jeden einzelnen Tag Nachrichten von Frauen mit derselben Frage: „Marie, was genau steckt eigentlich hinter diesem Closing – und wie kann es sein, dass Frauen damit mehrere tausend Euro im Monat verdienen?“ Hier kommt der volle, ungeschönte Breakdown. Damit du am Ende genau weißt, was Remote Closing ist, was es nicht ist – und ob es für dich der richtige Weg sein könnte.
Was Closing NICHT ist
Wenn du das Wort „Verkauf“ hörst, was siehst du vor dir? Wahrscheinlich den Staubsaugervertreter an der Haustür. Oder jemanden, der dich am Telefon belästigt und dir etwas aufschwatzen will, das du gar nicht brauchst. Druck, Tricks, Manipulation.
Ganz ehrlich: Wenn das Closing wäre, würde ich es selbst nicht machen – und ich würde es erst recht keiner einzigen Frau beibringen.
Deshalb räumen wir zuerst auf. Closing ist keine Kaltakquise: Du rufst keine fremden Menschen an, die noch nie von dem Angebot gehört haben. Closing ist kein Tür-zu-Tür-Verkauf: Du klingelst nirgendwo und überrumpelst niemanden. Und Closing ist kein aggressives Überreden: Es geht nie darum, jemanden mit Druck zu einer Entscheidung zu zwingen. Genau deshalb sind bei uns übrigens oft die Frauen am erfolgreichsten, die von sich selbst sagen: „Ich könnte niemals verkaufen.“
Was ist Remote Closing wirklich? Das Tim-und-Anna-Beispiel
Stell dir einen Coach vor – nennen wir ihn Tim. Tim hat ein hochwertiges Online-Programm, zum Beispiel im Bereich Fitness. Damit Menschen davon erfahren, schaltet Tim bezahlte Werbung auf Social Media.
Auf der anderen Seite gibt es Anna. Anna hat genau das Problem, das Tims Programm löst. Sie sieht seine Anzeige, wird neugierig, klickt – und trägt sich aktiv und freiwillig für ein kostenloses Beratungsgespräch ein, weil sie mehr wissen will.
Und genau hier kommst du ins Spiel. Du bist die Person, die dieses Gespräch für Tim führt. Anna ist ein sogenannter warmer Lead: Sie weiß, worum es geht, und sie will mehr erfahren. Deine Aufgabe ist ein ehrliches, wertvolles Gespräch auf Augenhöhe. Du stellst die richtigen Fragen und hörst wirklich zu: Wo steht Anna gerade? Was sind ihre größten Herausforderungen? Was sind ihre Ziele und Träume?
Und dann hilfst du ihr, die beste Entscheidung für sich selbst zu treffen. Ist das Programm die richtige Lösung für sie, ist der Kauf die logische Konsequenz. Passt es nicht, kauft sie nicht – und auch das ist ein gutes Ergebnis. Das ist der Kern von Closing: ehrliche Beratung, Empathie und Menschen dabei begleiten, eine wichtige Entscheidung für ihre Zukunft zu treffen. Kommt ein Abschluss zustande, sind alle drei happy: Anna hat ihre Lösung, Tim eine neue Kundin – und du bekommst deine Provision.
„Remote“ heißt das Ganze übrigens, weil diese Gespräche per Zoom oder Telefon stattfinden. Alles, was du brauchst: Laptop, Headset, stabiles Internet.
Welche Produkte du als Closerin verkaufst
Als Closerin verkaufst du keine Staubsauger und keine Küchenmaschinen. Du bewegst dich im E-Learning- und Coachingmarkt: hochwertige Programme in Bereichen wie Business, Fitness und Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung oder Karriere. Solche Angebote kosten üblicherweise zwischen 2.000 und 10.000 Euro, teilweise mehr – weil sie echte Probleme lösen und nicht über einen Webshop, sondern im persönlichen Gespräch verkauft werden.
Und dieser Markt wächst enorm: Der globale E-Learning-Markt wurde für 2024 auf über 250 Milliarden US-Dollar geschätzt, mit Prognosen von über 840 Milliarden bis 2033. Was das für dich bedeutet? Jeden Tag entstehen neue Coaching-Angebote, und jedes dieser Unternehmen braucht Menschen, die diese Beratungsgespräche führen können. Die Nachfrage nach wirklich guten Closerinnen ist größer als das Angebot.
Was verdient eine Closerin? Die ehrliche Antwort
Jetzt zu der Frage, die dich vermutlich am meisten interessiert – und bei der ich keine Fantasiezahlen verkaufen werde.
Als Closerin arbeitest du nicht für ein festes Gehalt, sondern auf Provisionsbasis: üblich sind 10 bis 20 Prozent vom Verkaufspreis. Bei den Programmpreisen, über die wir hier sprechen, landest du damit im Schnitt bei 500 bis 1.500 Euro pro abgeschlossenem Gespräch. Ein solches Gespräch dauert meist 60 bis 90 Minuten. Dein Einkommen ist also nicht durch deine Zeit gedeckelt, sondern durch deine Fähigkeit, gute Gespräche zu führen.
Und jetzt die Einordnung, die du auf vielen anderen Seiten nicht liest: Nicht jedes Gespräch endet mit einem Abschluss – auch bei guten Closerinnen nicht. Am Anfang brauchst du erst einmal eine Kooperation, und bis die steht, verdienst du nichts. Es gibt Frauen wie meine Kundin Melanie, die nach acht Wochen neben dem Vollzeitjob rund 2.930 Euro verdient hat. Es gibt Ausnahmefälle, die deutlich darüber liegen. Und es gibt Frauen, bei denen es länger dauert. Wer dir ein festes „Du verdienst X in Y Wochen“ verspricht, ist unseriös – Punkt.
Was den Beruf trotzdem so besonders macht, ist die Kombination aus Verdienstpotenzial und Freiheit: Du arbeitest von überall, teilst dir deine Gesprächszeiten selbst ein – vormittags, wenn die Kinder in der Schule sind, oder abends – und du entscheidest über dein Pensum. Du tauschst nicht mehr Zeit gegen Geld, du arbeitest ergebnisorientiert.
Die vier häufigsten Bedenken – ehrlich beantwortet
„Ich habe keine Vertriebserfahrung.“ Brauchst du auch nicht – Closing ist kein klassischer Vertrieb. Was du brauchst, sind Empathie, gutes Zuhören und ehrliches Interesse an Menschen. Die Strukturen und Techniken dahinter kannst du lernen.
„Ich bin introvertiert und eher schüchtern.“ Dann habe ich eine Überraschung für dich: Die besten Closerinnen sind oft introvertiert, weil sie exzellente Zuhörerinnen sind. Es geht nicht darum, viel zu reden, sondern die richtigen Fragen zu stellen und Raum zu geben. Ich selbst bin sehr extrovertiert – und musste erst lernen, in Gesprächen ruhig zu sein.
„Ich habe Angst vor Ablehnung.“ Verständlich – die hatte ich auch, und ehrlich gesagt habe ich sie manchmal heute noch. Aber ein Nein im Closing ist nichts Persönliches. Es bedeutet nur, dass das Angebot in diesem Moment nicht die richtige Lösung für diese Person ist.
„Ich habe einen Vollzeitjob.“ Viele Frauen starten nebenberuflich oder in der Elternzeit, mit wenigen Gesprächen pro Woche, und steigern ihr Pensum erst, wenn die ersten Erfolge da sind. Der umgekehrte Weg – erst kündigen, dann lernen – ist selten eine gute Idee.
Ist Closing etwas für dich?
Closing ist eine Fähigkeit, die dein Leben verändern kann – finanziell und persönlich. Aber es ist kein Selbstläufer: Es braucht eine ordentliche Ausbildung, Übung, Eigenverantwortung und gerade am Anfang echten Einsatz. Wenn du ein Schnell-reich-werden-System suchst, ist das hier nichts für dich, und das sage ich dir lieber jetzt als in einem Gespräch.
Wenn du aber das Gefühl hast, dass genau diese Mischung aus Menschenarbeit, Freiheit und Leistungsprinzip zu dir passen könnte, dann lass uns deine Situation anschauen. In einem kostenlosen Kennenlerngespräch klären wir ehrlich, wo du stehst und ob Closing für dich Sinn ergibt – und wenn nicht, sagen wir dir das genauso.
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Häufige Fragen
Was ist Remote Closing einfach erklärt?
Remote Closing bedeutet, dass du für Coaches und Online-Unternehmen Beratungsgespräche mit Interessenten führst, die sich freiwillig dafür eingetragen haben – per Zoom oder Telefon. Kommt ein Abschluss zustande, erhältst du eine Provision.
Ist Closing Kaltakquise?
Nein. Du sprichst ausschließlich mit warmen Leads – Menschen, die sich aktiv für ein Gespräch eingetragen haben, weil sie sich für das Angebot interessieren.
Was verdient eine Closerin pro Abschluss?
Üblich sind 10 bis 20 Prozent Provision vom Verkaufspreis, was bei hochpreisigen Programmen im Schnitt 500 bis 1.500 Euro pro abgeschlossenem Gespräch bedeutet. Wie viel im Monat zusammenkommt, hängt stark von Einsatz, Können und Kooperation ab – Garantien gibt es keine.
Brauche ich Vorerfahrung, um Closing zu lernen?
Nein. Wichtiger als Vertriebserfahrung sind Empathie, Zuhören und die Bereitschaft, die Gesprächstechniken sauber zu lernen und zu üben.
Kann ich Remote Closing nebenberuflich machen?
Ja. Viele Frauen starten neben dem Hauptjob oder in der Elternzeit mit wenigen Gesprächen pro Woche und erhöhen ihr Pensum erst mit den ersten Erfolgen.
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